«Das Schockierendste ist: In mehreren afrikanischen Ländern kann man heute noch Menschen kaufen und verkaufen»

Der Südafrikaner Martin Plaut kämpfte gegen die Apartheid und berichtete für die BBC jahrzehntelang aus Afrika. Er sagt, viele unangenehme Fakten zur Sklaverei werden aus politischen Gründen ausgeblendet und eine Million Afrikaner seien weiterhin versklavt.

NZZ, Daniel Rickenbacher, 21.02.2026


Ein Kindersklave in Sansibar (um 1890). Bildunterschrift: «Die Strafe eines arabischen Meisters für ein geringfügiges Vergehen». Oman dominierte während zweier Jahrhunderte den Sklavenhandel im Indischen Ozean.
Ein Kindersklave in Sansibar (um 1890). Bildunterschrift: «Die Strafe eines arabischen Meisters für ein geringfügiges Vergehen». Oman dominierte während zweier Jahrhunderte den Sklavenhandel im Indischen Ozean.Royal Museums Greenwich / Wikimedia

Herr Plaut, Sie sind in Südafrika während der Apartheid aufgewachsen. Inwiefern war Sklaverei damals ein Thema?

In Südafrika allgemein nicht so, aber in Kapstadt schon. Dort gibt es viele Menschen, die Kapmalaien genannt werden. Sie kamen aus Indien, Indonesien und von anderen Orten. Viele wurden als Sklaven an das Kap gebracht. Im Geschäft meines Vaters arbeiteten Leute aus diesen Gruppen, und ich kannte sie persönlich. Sie waren Muslime. Ich erinnere mich an Gebete und an Zeremonien – zum Beispiel an eine Trance-Zeremonie, bei der jemand sich Schwerter durch Wangen oder Bauch stach, ohne zu bluten. Das ist heute selten, aber damals war es ein Ausdruck religiöser Hingabe.

Ein profunder Kenner Afrikas

Der geborene Südafrikaner Martin Plaut war Afrika-Redaktor für die BBC und wirkte als Berater für das britische und das amerikanische Aussenministerium. Er veröffentlicht regelmässig Bücher und Beiträge zur afrikanischen Geschichte und Politik. Sein jüngstes Buch, «Unbroken Chains. A 5000-Year History of African Enslavement», erschien 2025 bei Hurst Publishers.

Waren es diese Erlebnisse, die Sie dazu bewogen, über afrikanische Sklaverei zu schreiben?

Ja, aber es ist komplizierter. Ich schrieb eine Biografie über den ersten nichtweissen Stadtrat von Kapstadt, Dr. Abdullah Abdurahman, der von Sklaven abstammt. Ich merkte: Ich wusste neben der transatlantischen Sklaverei fast nichts über Sklaverei. Und dachte: Wie kann das sein?

Wichtigste Sklavenrouten (zirka 7.–19. Jahrhundert)

Wichtigste Sklavenrouten (zirka 7.–19. Jahrhundert)
Quellen: Espace mondial l’AtlasMartin Plaut: «Unbroken Chains»NZZ / ida.

Was sind die grössten Missverständnisse, wenn es um die afrikanische Sklaverei geht?

Mir fallen da drei grosse ein. Viele denken zunächst nur an den Atlantik und ignorieren die Sklaverei innerhalb Afrikas sowie jene über den Indischen Ozean. Zweitens setzen viele Kolonialismus und Sklaverei gleich. Es gibt Verbindungen, aber es ist nicht dasselbe. In Grossbritannien wurde die Sklaverei im Empire 1833 abgeschafft, und in den folgenden Jahrzehnten gab es relativ wenig Kolonialismus in Afrika. 1870 waren nur etwa zehn Prozent von Afrika kolonisiert. Der europäische Zugriff kam erst mit der Berlin-Konferenz von 1884. Und das Schockierendste: In mehreren afrikanischen Ländern kann man heute noch Menschen kaufen und verkaufen. Und die Afrikanische Union ist nicht daran interessiert, darüber zu diskutieren.

Woher kommt dieses Desinteresse?

Es ist zu peinlich. Die Afrikanische Union müsste eigene Mitglieder zur Verantwortung ziehen und sagen: Das ist inakzeptabel, ihr müsst handeln.

Also ist es leichter, die europäischen Kolonialmächte der Vergangenheit verantwortlich zu machen?

Natürlich. Dann kann man Reparationsforderungen stellen und jemand anderen zahlen lassen. Aber wo sind die Rechnungen an Saudiarabien? Wo jene an Oman – die wichtigste Macht im Sklavenhandel im Indischen Ozean?

Befreite Sklaven auf einem britischen Schiff im Indischen Ozean (um 1880). Die britische Marine versuchte jahrzehntelang, den Sklavenhandel zu unterbinden.
Befreite Sklaven auf einem britischen Schiff im Indischen Ozean (um 1880). Die britische Marine versuchte jahrzehntelang, den Sklavenhandel zu unterbinden.Royal Museums Greenwich / Wikimedia

Was ist der Grund dafür, dass gegenüber Ländern wie Oman oder Ägypten, die ebenfalls in den afrikanischen Sklavenhandel involviert waren, keine Reparationsforderungen erhoben werden?

Viele afrikanische Länder sind auf die Finanzierung aus diesen Staaten angewiesen. Und es gibt Arbeitsmigration: Zehntausende von Äthiopiern arbeiten beispielsweise in Saudiarabien, oft unter schrecklichen Bedingungen. Saudiarabien hat auf Fragen zur Sklaverei, die dort erst in den 1960er Jahren abgeschafft wurde, mit Archivschliessungen reagiert. Wer Fragen stellt, zahlt einen Preis.

Solche Überlegungen erklären das Desinteresse afrikanischer Staaten. Aber warum wird der nichteuropäische Sklavenhandel im Westen nicht stärker beachtet?

Im Westen wird vor allem der transatlantische Sklavenhandel thematisiert, weil afroamerikanische Gemeinschaften nach dem Ende der Rassentrennung in den USA Zugang zu Universitäten erhielten, ihre Geschichte erforschten und politisch Druck machten. Darum sind etwa 95 Prozent der Forschung zur Sklaverei auf den Atlantik fokussiert. In Indien oder Saudiarabien gibt es kein vergleichbar grosses, politisch einflussreiches schwarzes Milieu. In Arabien wurden viele afrikanische Sklaven zudem zu Eunuchen gemacht, es gab weniger Nachkommenschaft. Frauen wurden in Harems oder in Beziehungen mit Arabern gezwungen – daraus entstand keine schwarze Gemeinschaft wie in den USA.

Ägyptische Soldaten bewachen nubische Gefangene, die als Zeichen der Unterwerfung am Boden sitzen (um 1330 v. Chr.).
Ägyptische Soldaten bewachen nubische Gefangene, die als Zeichen der Unterwerfung am Boden sitzen (um 1330 v. Chr.).Wikimedia

Wann begann die Sklaverei in Afrika?

Wir wissen es nicht exakt. Wir haben Belege, etwa Gravuren aus der Zeit um 2900 v. Chr., die die Versklavung von Nubiern durch Ägypter zeigen. 5000 Jahre ist darum ein belegbarer Startpunkt. Aber die Sklaverei könnte auch 10 000 Jahre alt sein oder noch viel älter. Genau weiss man es nicht.

Warum war die Sklaverei so beständig?

Ich kann es mir selbst nicht recht erklären, aber die Sklaverei war über Jahrhunderte ein normaler Teil menschlicher Gesellschaften. Niemand will Sklave sein, aber wenn man erobert wurde, wurde man oft versklavt. Es gab immer wieder Sklavenaufstände, aber vieles wurde als schreckliches Schicksal hingenommen.

Gab es denn schon früher Kritik an der Sklaverei, beispielsweise aus religiösen Kreisen?

Religionen haben das unterschiedlich gehandhabt. Im Koran wird Sklaverei häufig behandelt, aber nicht als etwas, das abgeschafft werden soll. Aber es stehen darin Regeln, wie man Menschen behandeln soll und unter welchen Umständen Freilassung geboten ist. Das heisst nicht, dass die Menschen sich daran hielten. Im Christentum war es ähnlich.

In Westafrika wurden viele Afrikaner von muslimischen Sklavenhändlern versklavt. Wie stark hat die Verbreitung des Islams die afrikanische Sklaverei angetrieben?

Klar war das ein Faktor. Die meisten Versklavten in Westafrika waren Nichtmuslime und gehörten afrikanischen Religionen an. Aber es wurden auch Muslime versklavt. Es wurde gesagt, wer kein «guter Muslim» sei, dürfe versklavt werden. Und diese Definition wurde laufend angepasst: «Du bist Muslim, aber dein Emir ist kein guter Muslim, also bist du nicht geschützt.»

Ich sehe Parallelen zu Boko Haram, die auch ständig neu definiert, wer Muslim ist und wer nicht.

Da gibt es definitiv Verbindungen. Eine der interessantesten Beobachtungen ist: Warum verlaufen die grossen Konfliktlinien in Afrika ausgerechnet quer durch den Sahel von Mauretanien bis Somalia? Weil dort über Jahrhunderte islamische Sklavenjäger, Araber und Berber, nach Süden kamen, um Sklaven zu nehmen. Diese Spannungen reichen mindestens bis ins 9. Jahrhundert zurück.

Ab dem 15. Jahrhundert beteiligten sich auch die europäischen Kolonialmächte am Handel mit schwarzen Sklaven. Wie gingen sie vor?

Die Europäer erbeuteten die Sklaven in der Regel nicht selbst, sondern setzten auf lokale Verbündete. Sie bauten Forts an der Küste, hielten kleine Gebiete, suchten lokale afrikanische Handelspartner. Diese nahmen Feinde als Sklaven und tauschten sie gegen Güter: Pferde und vor allem Gewehre. Die Briten waren besonders gut darin, Gewehre zu verkaufen. Das machte lokale Eliten mächtiger und reicher. Nur die Portugiesen, die von den Europäern am meisten Sklaven verschifften, gingen etwas anders vor. Sie kontrollierten Angola und Moçambique und drangen, oft unter Mithilfe lokaler Verbündeter, tief ins Hinterland vor und versklavten dort die Menschen direkt.

Was machten die Europäer anders als die anderen grossen Sklavenhändler?

Was die Europäer einbrachten, war ihre industrielle Fähigkeit, Menschen in sehr viel grösseren Zahlen zu transportieren, weil die Nachfrage in der Karibik und den USA nach Baumwolle und in Brasilien nach Zucker enorm war. Die europäische Sklaverei in Afrika war kürzer als die arabische, aber intensiver.

1781 wirft der Kapitän der «Zong» über 130 afrikanische Sklaven lebend über Bord. Der Skandal befeuerte in Grossbritannien die Anti-Sklaverei-Bewegung.
1781 wirft der Kapitän der «Zong» über 130 afrikanische Sklaven lebend über Bord. Der Skandal befeuerte in Grossbritannien die Anti-Sklaverei-Bewegung.Wikimedia

Waren die Europäer auch brutaler?

Die Europäer waren brutal, aber nicht brutaler als andere. Beim Transport schwarzer Sklaven durch die Sahara starben ganze Karawanen. Arabische Sklavenhändler kastrierten Knaben oft, viele starben an Infektionen.

Welche Rolle spielte der Rassismus gegenüber dunklen Menschen in der afrikanischen Sklaverei?

Rassismus war ein Faktor, aber nicht immer. Es gibt die weitverbreitete Tendenz, die für mich schwer erklärbar ist, dass hellhäutige Menschen sich als besser denn dunkelhäutige sehen. Das gibt es in Arabien, China, Europa: Niemand ist immun. Rassismus existiert universell. In Äthiopien bezeichnen sich Hochland-Äthiopier oft als «weiss» und die südlichen Nachbarn als «schwarz», auch wenn wir das von aussen anders sehen. Rassismus ist also nicht nur ein Faktor beim Blick von Europa auf Afrika, sondern auch innerhalb Afrikas.

1833 schaffte Grossbritannien als erste Grossmacht weltweit die Sklaverei ab. Wie kam es zu diesem Sinneswandel?

Im 18. Jahrhundert entstand die Bewegung des Abolitionismus. Viele frühe Anti-Sklaverei-Akteure gehörten der christlichen Gemeinschaft der Quäker an und bildeten den Kern der Bewegung. Es gab einen mentalen Wandel: Afrikaner wurden als Menschen gesehen, nicht als Dinge. Ein berühmtes Abzeichen der Anti-Sklaverei-Bewegung zeigt einen knienden Afrikaner mit dem Satz: «Bin ich kein Mann und Bruder?» Wenn man jemanden als Bruder sieht, ändert sich alles. Dazu kam die juristische Entwicklung. Lord Mansfield urteilte in den 1770er Jahren, dass man Menschen nicht wie Ware behandeln könne.

Abzeichen britischer Gegner der Sklaverei von 1788. Das Parlament beschloss 1807 das Ende des transatlantischen Sklavenhandels und 1833 die Abschaffung der Sklaverei im ganzen britischen Empire.
Abzeichen britischer Gegner der Sklaverei von 1788. Das Parlament beschloss 1807 das Ende des transatlantischen Sklavenhandels und 1833 die Abschaffung der Sklaverei im ganzen britischen Empire.Wikimedia

Die britische Navy verfolgte über Jahrzehnte Sklavenschiffe und bezahlte einen hohen Preis.

Dazu gibt es Bücher, aber ich habe die Royal Navy gefragt, wie viele britische Seeleute im Indischen Ozean gestorben seien. Sie sagte: «Wir wissen es nicht.» Heute liegt der Fokus der Erinnerung aber nicht auf der Sklavenbefreiung durch die Briten, sondern darauf, dass die Briten Entschädigungen an Sklavenhalter zahlten, nicht an die Versklavten. Das wird heute als moralisches Problem gesehen. Weil Grossbritannien die «Eigentümer» der Sklaven entschädigte, entstanden grosse Staatsschulden.

Was passierte mit den befreiten Sklaven?

Grossbritannien wusste nicht, was man mit den vielen Menschen tun sollte. Es gab Orte wie Sierra Leone und Liberia, in denen man die befreiten Sklaven ansiedelte, aber oft landeten die Menschen nicht dort, woher sie ursprünglich stammten. Das führte zu Spannungen mit lokalen Gemeinschaften.

In der Kapkolonie wurden viele nicht sofort frei, sondern wurden als Vertragsarbeiter eingesetzt. Nach fünf, sieben Jahren Arbeit erfolgte dann die Freilassung, und sie wurden Teil der lokalen Bevölkerung.

Wie reagierten afrikanische Gesellschaften auf die Abschaffung der Sklaverei?

Viele waren dagegen oder glaubten nicht daran, und lange funktionierte es auch nicht. Es unterminierte die soziale und wirtschaftliche Stellung afrikanischer Eliten und wurde oft nicht umgesetzt. In Äthiopien beispielsweise übte vor allem Grossbritannien über Generationen Druck aus, die Sklaverei zu beenden. Trotzdem fanden die italienischen Invasoren 1935 bei der Eroberung Äthiopiens in grossem Umfang Sklaven und nutzten dies zu Propagandazwecken. Es war auch wahr. Es gibt Fotos – etwa von Sklaven am Hof des äthiopischen Kaisers Haile Selassie, der als Held des Antikolonialismus gilt.

Äthiopische Sklaven begleiten ihre Besitzer auf dem Weg zu Kaiser Haile Selassie, um ihm nach der italienischen Invasion im Oktober 1935 Spenden für den Krieg zu überbringen. Italien nutzte die Sklavenbefreiung in seiner Propaganda zur Rechtfertigung der Besetzung.
Äthiopische Sklaven begleiten ihre Besitzer auf dem Weg zu Kaiser Haile Selassie, um ihm nach der italienischen Invasion im Oktober 1935 Spenden für den Krieg zu überbringen. Italien nutzte die Sklavenbefreiung in seiner Propaganda zur Rechtfertigung der Besetzung.Martin Plaut

Welche Rolle spielt dieses Kapitel der Sklaverei heute noch in Afrika?

Eine grosse. Ich kenne das von Äthiopien. Im Buch erwähne ich einen Vertreter der Volksgruppe der Oromo, der sagte: «Ich wurde mein ganzes Leben wie ein Sklave behandelt.» Er meinte damit nicht Europäer, sondern andere Afrikaner. In Tigray in Nordäthiopien erzählten mir Leute, dass bei Heiraten die Ältesten die vorhergehenden Generationen bis zum siebten Grad prüften: erstens, um nahe Verwandtschaft zu vermeiden, und zweitens, um sicherzustellen, dass kein Sklave in der Linie sei. Man möchte keine Sklaven als Vorfahren haben. Auch die Erinnerung an den somalischen Feldherrn Ahmad ibn Ibrahim al-Ghazi, der fast die Äthiopier besiegt hätte und viele von ihnen versklavte, ist im historischen Gedächtnis Äthiopiens wach geblieben.

Sie kämpften gegen die Apartheid und arbeiteten lange für die britische Labour-Partei. In einer Besprechung Ihres Buches wurde aber davor gewarnt, dass Ihre Forschung dazu genutzt werden könne, die europäische Sklaverei «reinzuwaschen». Wie reagieren Sie darauf?

Ich habe darauf geachtet, nichts zu beschönigen. Ich anerkenne vollständig, was Europäer getan haben. Wer das Buch liest, sieht das. Einige sagten auch: «Warum schreibt ein weisser Autor über dieses Thema?» Ich halte das für eine uninformierte Frage. Ich würde niemals behaupten, dass Schwarze nicht über Grossbritannien, die Schweiz oder Deutschland schreiben sollten. Ich bin in Afrika geboren und aufgewachsen, und selbst wenn das nicht der Fall wäre, wäre meine ethnische Zugehörigkeit irrelevant.

Wie waren die Reaktionen bei afrikanischen Lesern?

Die meisten waren positiv. Das Buch basiert stark auf der Arbeit anderer, auch afrikanischer Forscher. Ich wollte ihre Erkenntnisse aus dem akademischen Silo heraus in die öffentliche Debatte holen, weil es tragisch ist, wenn Leute ihr ganzes Leben zu einem Feld forschen und niemand ausserhalb der Akademie davon erfährt.

Gibt es heute noch Leerstellen in der Forschung zur afrikanischen Sklaverei?

Diese Leerstellen sind riesig. Bei der einheimischen Sklaverei haben wir erst an der Oberfläche gekratzt. Auch über die heutige Sklaverei ist vieles unbekannt. Ich meine damit nicht «moderne Ausbeutung» im weiten Sinn, sondern Menschen, die wirklich versklavt sind und als Eigentum gehalten werden. Die Dimension der afrikanischen Sklaverei ist weiterhin gewaltig.

Von wie vielen versklavten Menschen sprechen wir?

Wenn ich völlig aus dem Bauch schätzen müsste: eine Million. Ein Uno-Berichterstatter fand 2023 etwa 200 000 Sklaven allein in Mali. Dazu kommen Mauretanien, Libyen, der Sudan, Niger und vermutlich weitere Länder, in denen Sklaverei weiterhin existiert. Ich verstehe nicht, wie man nachts schlafen kann, wenn man weiss, dass das im eigenen Land passiert.