Wenn nach dem Freistoss meines Sohnes die Blumen des Nachbarn flachliegen, sind die Ausreden voraussehbar: «Der Fussball ging nicht in die Blumen. Falls doch, ich war es nicht! Falls doch, ist es nicht so schlimm. Falls doch, kann man jetzt sowieso nichts mehr machen.
In der Forschung gibt es starke Anreize, sich ähnlich zu orientieren wie die Kollegen, auch in der Klimadebatte. Inhaltlicher Mainstream wird beim Publizieren von Fachbeiträgen oft bevorzugt.
_**Christian Pfister ist einer der führenden europäischen Klimahistoriker. Seine Forschungen zeigen, dass es in vorindustrieller Zeit in einem Jahr – 1540 – schon wärmer war als heute. Trotzdem schlägt der Professor jetzt Alarm.
Im Meer lebt eine kleine Alge, die laufend CO2 aus der Luft nimmt und in ihrer Kalkschale dauerhaft bindet. Das ergibt eine riesige Gas-Absorptionsanlage, die seit Urzeiten das Klima regelt. Vom Weltklimarat wird dies kaum beachtet.
_**Der britische Bestsellerautor Matt Ridley beschreibt seinen Weg zum «Klimaskeptiker». Hier äussert sich der Naturwissenschaftler zudem über schädliche Windräder, die Potenz von erneuerbaren Energien und über das Phänomen Greta Thunberg.
_Die Frage ist nicht, ob CO2 einen Einfluss auf die Erdtemperatur hat, sondern in welchem Ausmass. Die Wissenschaft liefert die abschliessende Antwort nicht. Womöglich steckt in der Klimapolitik eine grössere Bedrohung für die westliche Zivilisation als im Klimawandel.
_**Die Temperaturdaten der Schweiz zeigen für die jüngste Vergangenheit eine deutliche Erwärmung, vor allem nach einer Korrektur der Originaldaten. Haben die Meteorologen die Zahlen frisiert? Die Antwort ist schwierig, aber einige krasse Steigerungen geben zu denken.
Der Uno-Weltklimarat hat einen riesigen Strom von wissenschaftlichen Arbeiten hervorgebracht, die uniform Alarm schlagen: Die angeblich rasante, menschengemachte Erderwärmung erfordere eine radikale Reduktion der CO2-Emissionen. Die Klimaproteste peitschen diese Botschaft hoch.
Der Berner Geologe Christian Schlüchter kennt die Geschichte der Gletscher wie kein anderer. Doch seine Forschung kam den Prognosen des weltberühmten Professorenkollegen Thomas Stocker in die Quere.